Spielbericht Veteranen LeHu vs Informatik

Während sich die Kollegen im benachbarten Deutschland hinter vorgehaltener Hand immer noch die gruseligsten Geschichten über den eben stattgefundenen Bahnstreik erzählen, war für einmal der Lehu Express pünktlich aus dem Bahnhof gefahren– und wie….

Am heutigen Abend liess die Besatzung des Lehu Intercity von Anfang an keine Zweifel offen, wer auf dem heute zugeteilten Rangiergelände das Sagen hatte. Mit einem Minimalaufgebot von genau 12 Mann davon 4 bereits angeschlagen und einem neuen Torwart nahmen wir die Partie in Angriff. Personaltechnisch darf, ja MUSS sogar erwähnt werden, dass die praktisch identische Truppe dem gleichen Gegner aber bei den Senioren ein fulminantes 1:1 abringen konnte. PERFEKT! Dank den Veteranen gab es bei den Senioren einen Punkt zu verbuchen.  Es gab also durchaus Anlass zur Hoffnung dass diese Truppe heute bei den Veteranen  etwas reissen konnte.

Am heutigen Abend durften gleich mehrere Premieren gefeiert werden.

Zum einen der Torwart– zum ersten Mal in dieser Saison stand, aufgrund Verletzungen und Abwesenheiten, bei den Vet`s  Tinu das Wiesel im Tor. Weiter gab es heute ein Doppelcoachmandat und Drittens fuhren wir den ersten Dreier der Saison für die Veteranen ein.

Nach einer brillianten Aufstellung unseres Coaches Tinu und der taktischen Einflüsterung von Interimscoach Cello startete die Elf mit enorm viel Schwung und Selbstvertrauen in die Partie. Nach unglaublichen 2,5 Minuten Spielzeit trauerten wir bereits zwei nicht verwerteten Hochkarätern nach ehe uns Reti nach genialem Zuspiel seitens Blerim und genau nach 178 Sekunden mit dem 1:0 erlöste. Antitypisch für Lehu zogen wir nun nicht etwa die Handbremse, neeeeeeein nun machten wir so richtig Dampf. Es dauerte genau 183 Sekunden ehe Kälinski zum zweiten mal für Lehu einnetzte. Nach 6:01 stand es also bereits 2:0. Wir rechnen nach, alle 3 Minuten ein Tor auf die Spielzeit von 70 Minuten…… naja alles Gedankenspiele die sich ein Coach an der Linie eben auch mal gönnt.

Eine Spielfeldhälfte hätte heute gut an eine andere Mannschaft zum trainieren freigegeben werden können. Das Spiel fand nur in einer Hälfte statt. Chancen hatten wir im Überfluss aber Tore wollten vorerst keine mehr fallen ehe Blerim sich in Minute 15 ein Herz fasste, abzog und das Leder im unteren Eck versteckte. Blerim schoss sich mit diesem Tor den Frust für viele verpasste Chancen vom Leib. Gelöst und Erlöst von diesem Tor war auch er es, der in der 18. Minute das 4:0 buchte und für die Vorentscheidung sorgte. Aber MOMENT!!!! Da  war er wieder der drei Minuten Rhythmus– also ab Minute 18 alle 3 Minuten  ein Tor…… Träume sind Schäume und so ging es nach exakt 36 Minuten und 28 Sekunden in die Pause zu Standortbestimmung. Kritik war fehl am Platz denn es lief eigentlich so wie es ein Coach sich wünscht. Zu euphorisch sein kann aber auch ins Auge gehen also wurde gerühmt aber auch darauf verwiesen dass nun nicht jeder nach vorne stürmt um auch sein Tor zu buchen.

Halbzeit zwei und das Wunder von Bern.

Die Partie war nun etwas ausgeglichener. Wir nahmen etwas Tempo raus, der Gegner legte etwas zu und trotzdem kontrollierten wir in jeder Situation wann wir wieviel wo und warum zulassen wollten. In Minute 42 eine schöne Flanke, irgendwie fällt diese auf Roles Kopf, alle drehen sich um und erwarten den Abstoss ab Tor und wie kann das sein???? Plötzlich jubeln ein paar, dann immer mehr und ich traue meinen Augen kaum, der Schiri zeigt auf den Anspielpunkt. Roles Kopfball hat den Weg ins Tor gefunden und keiner schaut hin. Diese Szene wurde in Halbzeit drei ohne schlüssiges Ergebnis noch rege diskutiert. Bravo Role! Den Schlusspunkt setzte Küre mit einem eleganten und perfekt  getretenen Schuss aus etwa 25 Meter. Küre lopte den Schlussmann aus dieser Distanz und setzte ihm damit endgültig die Eselsmütze auf.

Da war doch noch was…..?

Genau, unser Torwart Tinu das Wiesel! Viel zu berichten gibts für heute nicht. Was auf Ihn kam hielt er, das war für heute nicht so viel und so konnte er sich seinem Torliniencoaching widmen. Was  ich  draussen nicht sah, korrigierte er von der Grundlinie und so gab es zum Schluss den erleichternden Dreier und das erste Siegesbier. Ob es nun an den teils irren, kaum verständlichen, nicht nachvollziehbaren, unlogischen, ja sogar stupiden Anweisungen beider Coaches lag, dass das Spiel derart gut für uns lief? Ich glaube die Jungs waren heute einfach cool drauf haben  gemacht was sie am besten können: Fussball spielen.

 

Cello