Matchbericht Senioren Huldi+Stucki vs. Dynamo Marta FC

Wie sieht die Spannungskurve eines guten Dramas aus? Am Anfang werden hoffnungsvoll Erwartungen geweckt, welche kurz darauf enttäuscht werden nur um dann am Schluss wieder alles zu drehen. Egal auf welchen Film dies passt, die Jungs von Huldi+Stucki mussten ihn gesehen haben.

Nach einer Vorbereitung die nicht alle Fragen beantwortete, waren wir unsicher, wie wir den ersten Härtetest bestehen würden. Coach Häberli konnte auf eine vollzählige und motivierte Truppe zurückgreifen, während der Gegner zu Beginn des Spiels mit nur 10 Mann auf dem Feld stand. Jedoch merkte man von diesem Unterschied in den ersten Minuten nicht viel. Wir versuchten zwar, unser Spiel aufzuziehen, waren aber unsicher und liessen dem Gegner noch zuviel Platz. So kam es, dass wir trotz einem Mann mehr in Rückstand gerieten. Der elfte Spieler des Gegners tauchte schlussendlich auch noch auf und es entwickelte sich ein umkämpftes Spiel zweier kompletter Mannschaften. Wir taten uns jedoch immer noch schwer, da wir die ganze Zeit den einen Schritt zu spät waren. Das Resultat daraus war ein weiteres Tor des Gegners.

Davon liessen wir uns aber nicht beirren und vielleicht brauchten wir diesen Rückstand um endlich aufzuwachen. Wir zogen das Spiel von hinten auf, hatten plötzlich das Mittelfeld im Griff und konnten vorne Druck machen. Und nach wenigen Minuten stand es auch schon 1:2. Damit gaben wir uns natürlich nicht zufrieden und hielten den Druck aufrecht. Damit kam der Gegner nicht klar und nur wenige Momente nach dem Anschlusstreffer fiel der Ausgleich. Mit diesem Resultat und nach einer turbulenten ersten Hälfte gingen die Spieler in die Pause. Dort mussten wir uns klar machen, dass die ersten zwanzig Minuten nicht stattgefunden hatten und wir mit der Einstellung der zweiten zwanzig Minuten wieder auf den Platz müssen.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem sich die Mannschaften jeweils im Mittelfeld neutralisierten. Trotzdem gab es Chancen auf beiden Seiten. Eine dieser Chancen konnten wir zur 3:2 Führung nutzen und mussten dieses Resultat eigentlich nur noch über die Zeit bringen. Dies sollte sich dann aber als schwieriger erweisen, als wir uns das vorgestellt hatten.

Die Kondition und Konzentration lies langsam nach, die Fehler häuften sich und wir liessen den Gegner wieder ins Spiel kommen. Es brauchte schon die ein oder andere Glanzparade unseres Torwarts und die Hilfe des linken Torpfostens, um die sehr knappe Führung aufrecht zu erhalten. Die Schlussphase hatte alles, was man sich als neutraler Zuschauer wünschen kann. Für uns war es jedoch keine sehr angenehme Zeit und die Erleichterung war jedem ins Gesicht geschrieben, als der Schiedsrichter nach einer gefühlten Ewigkeit an Nachspielzeit endlich abpfiff.

Der Start war, nach einigen Startschwierigkeiten, gemeistert und die Spieler hatten sich das erste Meisterschaftsbier redlich verdient. Wie gesagt fanden die ersten zwanzig Minuten nicht statt. Das restliche Spiel war solid und vor allem stimmte die Einstellung von allen auf dem Spielfeld. Darauf kann man aufbauen und die Lektion für das nächste Spiel muss sein ab der ersten Minute wach zu sein. Auf gehts Huldi+Stucki!