Matchbericht SC Huldi Stucki – EWB

Donnerstag, 21. April 2016

7:30 Uhr, es klingelt in der Telefonzentrale der EWB – niemand geht ans Telefon.

7:45 Uhr, es klingelt erneut und wieder geht keiner ran.

8:30, es klingelt 20 Mal bis eine genervte Stimme abnimmt und fragt, wer stört????

Der Anrufer stellt genervt die Frage – «was habt ihr denn für beschissene Arbeitszeiten?»

«Wir sind schon seit 7:30 da, aber die ganze Firma ist in einer Sitzung.»

«Die ganze Firma?»

«Ja, wir haben heute Abend gegen irgend so einen Club ein Spiel. Im

Freundschaftsspiel haben wir gegen die 8 Tore geschossen und jetzt

besprechen wir, wer heute alles ein Tor schiessen will und darf!»

«Nun gut, dann habe ich eine wichtige Mitteilung für Sie. Stellt heute besser auf Notstrom um, denn heute Abend werden wir euch den Stecker ziehen.»

Zuerst Stille, dann grosses Gelächter. Kaum mehr in der Lage eine Frage zu stellen, will sie dann doch wissen: «wer sind Sie denn?»

 

«ICH BIN DER COACH VON HULDI STUCKI»

So war es dann also so weit und die beiden Mannschaften standen sich in diesem Jahr bereits zum zweiten Direktvergleich gegenüber. Die Klatsche aus der Vorbereitung war verdaut, wenn nicht sogar vergessen. Wie gesagt, es war Vorbereitung. Die Ausgangslage für dieses Spiel indes war eine völlig andere. Während sich EWB im Freundschaftsspiel beinahe in Bestbesetzung präsentieren konnte, waren wir durch etliche Absagen, Verletzte etc. etwas gar fest vermischt, was sich im Spiel deutlich zeigte und sich so im Resultat wiederspiegelte.

Heute konnten wir aber durch 98% Vollbestand die wohl stärkste Formation stellen. Sollte einer der heute im Aufgebot stehenden Spieler einmal nicht teilnehmen können stehen gleichwertige Spieler auf der Liste die bei Bedarf ins Kader nachrutschen. Eine vielversprechende Konstellation also.

Wir starteten druckvoll in die Partie und übernahmen von Anfang an das Diktat auf dem Spielfeld. EWB sichtlich überrascht von diesem aufsässigen energischen und spielerisch sehr starken Start, hatte Mühe sich ins Spiel zu kämpfen und so verwarfen die «Stars» der EWBler schon nach sieben, acht Minuten die Hände. Zu diesem Zeitpunkt verbuchten wir bereits drei oder vier Topchancen welche wir nicht nutzen konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt hätte sich Darko mit anderen gaaanz wichtigen Dingen befassen können wie zum Beispiel, wie viele Haare habe ich auf meinem linken Unterarm. In der zehnten Minute ergreift Lexu das Bollwerk aus Langeweile die Flucht nach vorne, bleibt egoistisch genug den Ball bis ganz vorne zu behalten und spielt die Kugel von rechts aussen durch den Sechzehner nach links aussen wo Reti dank angeborenem Torriecher am richtigen Ort steht und die Kugel ins heilige Netz spediert. 10 Minuten gespielt, 1:0 HuStu, bis anhin alles richtig gemacht. Minute 12, der Ball geht auf Matzes Seite zum ersten Mal ins aus, womit er seinen Einstand als Fähnler feiern konnte. Matze bestand darauf, dies in der Spielstatistik zu notieren also erscheint es auch im Spielbericht. Gratulation an Matze – du hast die Fahne in die richtige Richtung gehalten!!!!!!!!

Die Feldüberlegenheit unsererseits war erdrückend. EWB hatte nicht den Hauch einer Chance. Torchancen hatten wir aber nun auch nicht mehr so zwingende. In der 24. Minute, ein Gewühl vor EWBs Sechzehner, eine Ansammlung von ungefähr 6 bis 7 Spieler aus der Reti sich irgendwie mit Ball befreien konnte und den Ball aus einer relativ aussichtlosen Position Richtung Tor abgibt. Die Kugel fliegt und fliegt und wird immer länger und länger der Goalie wird auch länger und länger, kann aber schlussendlich die Flugbahn der Kugel nicht beeinflussen und somit stehts 2:0.

EWB von diesem Treffer sichtlich genervt, wir dagegen noch sichtlicher euphorisiert spielten weiter konsequent nach vorne. EWB fand weiter kein Mittel gegen unser Pressing in der Mittelzone und so war es in der 34 Minute Jorge der die Kugel zum 3:0 in die Maschen schickte. Matze durfte zwischenzeitlich auch hie und da mal fähnle, was er jeweils mit einem breiten grinsen ausführte. Das Spiel wurde nun etwas ruhiger. Wir mussten nicht mehr unbedingt, EWB wollte unbedingt, konnte aber nur bedingt und so erlaubten wir uns zwischendurch die Verteidigung mit «hinten rum spielen» zu beschäftigen. Aus dieser Verteidigung wurde dann die Kugel in hohem Bogen Richtung gegnerisches Tor herausbefördert. Jorge nahm die Herausforderung an, rannte sich die Lunge aus dem Leib und gewann in der 39 Minute ein aussichtslos scheinendes Laufduell gegen den Torwart indem er den Ball um eine Trilliardstel Sekunde vor dem Goalie berührte und ihm somit die Richtung ins leere Tor mit auf den Weg gab. 4:0 und plötzlich war bei EWB der Strom weg. EWB WAR DER STECKER ENDGÜLTIG GEZOGEN.

In der Pause machte Reti Platz für Matze und somit konnte weitergespielt werden.

Weiter diktierten wir das Geschehen auf dem Grün und erarbeiteten uns wiederum gute Torchancen. Die erste Halbzeit war läuferisch sehr intensiv, was sich nun im Abschluss dieser teils super herausgespielten Chancen zeigte. Es fehlten manchmal die letzten 3 – 4% um eben genau diese Chancen in Tore zu wandeln. Nach einem gelungen Angriff in der 61. Minute, in dem das Mittelfeld schnell mit zwei Pässen durchspielt war, schnappte sich Oli etwa 25 Meter vor dem Tor den Ball, zieht in den Sechzehner lässt zwei EWBler wie Marionetten aussehen und schiebt die Kugel rechts und flach am Goalie ins lange Eck vorbei. 5:0 – die Kugel kann im Mittelpunkt platziert werden. Afrim und Oli, nicht dieser Oli sondern der andere Oli J, waren mittlerweile auch im Spiel. Die Marschrichtung weiterhin klar nach vorne, kreierten wir weitere gute Möglichkeiten von welchen Matze in der 69. Minute per Kopf zum 6:0 und somit zum Schlussresultat einnickte. In der 75. Minute musste der andere Oli aufgrund einer Zerrung bereits wieder vom Feld und wurde durch mich ersetzt.

Das Spiel hat uns gezeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren und dass wir, wenn wir vollzählig sind, in dieser Saison auch mit den besten Mannschaften mithalten können. Das 6:0 war in dieser Höhe völlig verdient und hätte auch höher sein können. Nach zwei Spielen dürfen wir zwei Siege und sechs Punkte in die Statistik aufnehmen. Als nächsten Gegner erwartet uns Eisenbahner. Nach diesem Spiel möchte ich irgendwo lesen können: HuStu 3 Spiele 9 Punkte!!!!!

 

Hopp HuStu auf weitere geile Spiele!!

 

Cello