Cup-Krimi auf dem Neufeld

Letzten September verloren wir gegen den FC Schütz noch mit 2:9. Doch dies ist Schnee von gestern, denn nach 10 Minuten stand es 2:0 für SC Huldi & Stucki. Dies war der Moment als den Spielern des FC Schütz bewusst wurde, dass die Senioren des SC Huldi & Stucki nicht mit der Vorsaison zu vergleichen sind und sie sich gegenseitig zuriefen: „Positiv bliibe Giele!“

Doch nun der Reihen nach. Wir wussten, dass wir durch die Verstärkung aus der 1. Mannschaft und weiteren Zuzügen wesentlich besser sind als noch letzte Saison. Der Coach stimmte uns daher in der Kabine unmissverständlich darauf ein, dass wir ein frühes Pressing aufziehen sollen, umso den Gegner nicht ins Spiel kommen zulassen. Dies wurde umgesetzt und die ersten Zweikämpfe wurden alle gewonnen, der Ball zügig nach vorne gespielt und mit einem herrlichen Flachschuss in die die linke Ecke durch Luis zur Führung abgeschlossen. Wir eroberten die Bälle, kombinierten und die Konsequenz war das 2:0 durch einen schönen Schuss von Räphu. Wie fühlt man sich, wenn man von einem Lastwagen überfahren wird? Dieses Gefühl kennt der Autor zum Glück nicht, ist sich aber ziemlich sicher, dass sich der FC Schütz in den ersten zwanzig Minuten so fühlen musste. Wir waren schneller, aggressiver, wacher, besser.

 

Wir setzten ein horrendes Tempo an und mussten dem dafür in den letzten zwanzig Minuten der ersten Halbzeit Tribut zollen. Wir konnten das Tempo nicht mehr halten, der Gegner wurde stärker und erhöhte nun seinerseits das Tempo. Wir standen nun defensiver und hatten alle Hände voll zu tun mit Verteidigen. Leider fiel der Anschlusstreffer nach einem scharf auf unser Tor gezogenen Freistoss, der den Kopf eines Schütz Stürmers und schlussendlich das Ende des Tornetzes fand. Wir waren noch in Führung und der Halbzeitpfiff rückte näher und näher. Näher und näher kam aber auch unser Gegner dem Ausgleich. Dieser fiel dann tatsächlich noch. Man nehme einen Corner, einen Abpraller, eine unübersichtliche Situation bei der der Ball einem Schütz Stürmer vor die Füsse fällt und voila, 2:2. Wir mussten einen sehr ärgerlichen Ausgleich hinnehmen, hatten aber die Halbzeitpause, um diese Enttäuschung zu verdauen und unsere Konzentration wieder hochzufahren. Und was uns in der zweiten Halbzeit erwartete, würde jedes noch so kleine Stück an Konzentration erfordern…

Nach der Pause war dann der FC Schütz eher die spielbestimmende Mannschaft und konnte 3:2 in Führung gehen. Dies durch eine verunglückte Kopfabwehr von Fäbu nach einem Corner. Wir kämpften und hielten weiter dagegen. Nicht zuletzt die Paraden von Darko hielten uns im Spiel. Einmal mehr wurde dann eine alte Fussballweisheit zu unseren Gunsten Tatsache: „Wer sie vorne nicht macht bekommt sie eben hinten“. Fäbu liess seine offensive Qualitäten aufblitzen und schoss 5 Minuten vor Schluss mit einem wunderbaren Weitschuss den Ausgleich zum 3:3. Das Momentum lag nun bei uns und so ging es (gemäss Reglement) nach den Abpfiff direkt ins Penaltyschiessen. Der Coach war gefordert und benannte die 5 Schützen: Blerim, Kälin, Fäbu, Oli, Luis

Es wurde ein richtiger Krimi. FC Schütz begann und verfehlte. Alle Vorteile bei uns, doch auch Blerim verfehlte. Beide verzogen. Kälin und Fäbu trafen dann aber souverän. Der Schuss von Oli wurde gehalten. Alle Vorteile beim FC Schütz, doch nun kamen der grosse Moment unsers Goalie Darko. Er hielt den letzten Penalty vom FC Schütz und Luis konnte ausgleichen. Uff, was für eine Anspannung. Es ging nun mit Penalty für Penalty weiter. Der FC Schütz traf und der ganze Druck lag bei Räphu. Dieser jedoch, mit dem Selbstvertrauen durch sein Tor zum Ausgleich, liess sich nichts anmerken und verwandelte ohne Probleme. Der Mittelstürmer vom FC Schütz war der nächste. Darko ahnte die Ecke und hielt den scharfen Schuss wie ein ganz Grosser seines Faches. Roman konnte alles klar machen und er tat es!!!!!!!! Weit nach 22 Uhr fand ein nervenaufreibender Krimi für uns Spieler und unsere vielen Zuschauer sein Happy End für den SC Huldi & Stucki !